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Willkommen in meinem Blog!

Hier findest du persönliche Einblicke und hilfreiche Tipps rund um die Themen Selbstwert und bewusste Elternschaft. Mein Ziel ist es, dich darin zu unterstützen, dein Selbstwertgefühl zu stärken und eine erfüllende Elternschaft zu gestalten.

Dieser Blog richtet sich an dich und soll dir Impulse geben, die dich in deinem Alltag unterstützen und stärken.

„Hast du manchmal das Gefühl, egal was du tust, es reicht einfach nicht? Oder dass schon kleine Kritik dich verletzt, als wäre sie ein Angriff auf deine ganze Person? Dann könnte ein geringes Selbstwertgefühl dahinterstecken.“

Geringes Selbstwertgefühl, wie es sich zeigt und auswirkt

Ein geringes Selbstwertgefühl kann sich wie eine dauerhafte Wunde anfühlen. Schon kleine Kränkungen oder Kritik wirken dann wie Salz, das hineingerieben wird schmerzhaft, verletzend und lange nachhallend. Häufig liegen die Wurzeln in Erfahrungen aus der Kindheit, in denen Verletzungen, Zurückweisungen oder mangelnde Bestätigung erlebt wurden.

 

Menschen mit schwachem Selbstwertgefühl stellen sich tief in ihrem Inneren immer wieder dieselben Fragen:

Bin ich willkommen? Werde ich gemocht? Darf ich so sein, wie ich bin?

Diese ständige Unsicherheit macht sie besonders empfindlich gegenüber Ablehnung. Sie interpretieren vieles gegen sich selbst, sind schnell gekränkt und leben mit der Angst, Fehler zu machen oder negativ aufzufallen. Entscheidungen zu treffen fällt schwer, da sie dem eigenen Urteil misstrauen und ständig befürchten, etwas falsch zu machen.

 

Oft führt das zu Perfektionsstreben: Fehlerlosigkeit wird gleichgesetzt mit „gut genug sein“. Doch dieses Streben nach Harmonie und Makellosigkeit bedeutet auch, eigene Wünsche und Bedürfnisse zurückzustellen. Aus Angst vor Konflikten oder Ablehnung sagen sie „ja“, auch wenn sie eigentlich „nein“ meinen. Mit der Zeit verlieren sie so den Kontakt zu ihren eigenen Bedürfnissen.

 

Psychologische Studien zeigen, dass unsichere Menschen nach einem Misserfolg hauptsächlich auf ihre Fehler und Schwächen schauen. Selbstbewusste Menschen hingegen richten den Blick auf das, was gut gelungen ist, und auf ihre Stärken. Während Selbstbewusste ihre Ziele aktiv verfolgen und keine Angst vor dem Scheitern haben, begleitet unsichere Menschen oft ein Gefühl tiefer Hilflosigkeit der Glaube, durch eigenes Handeln ohnehin nichts bewirken zu können. Dieses Gefühl der Ohnmacht gilt als einer der zentralen Wegbegleiter von Depressionen.

 

Manche entwickeln zudem einen pessimistischen Schutzmechanismus: Wer ohnehin das Schlimmste erwartet, kann nicht mehr enttäuscht werden. Doch dieser vermeintliche Schutz verstärkt letztlich das Gefühl der Ausweglosigkeit und verhindert Wachstum und Selbstvertrauen.

 

Möchtest du erfahren, wie du dein Selbstwertgefühl stärken und ein erfüllteres Leben führen kannst? Als Mentorin für Selbstwert und bewusste Elternschaft begleite ich dich gerne auf deinem Weg und unterstütze dich dabei, deine innere Stärke zu entdecken.

 

Grenzen setzen: Warum gesunde Grenzen die tiefste Form der Liebe sind

 

Mama, Papa, nimm meine Hand und zeig mir die Welt.

 

Dieser einfache Satz spiegelt das Urvertrauen wider, das unsere Kinder in uns setzen. Mit großen Augen kommen sie in diese Welt – neugierig, offen und voller Forscherdrang. Ihre kleinen Hände suchen nicht nur nach Halt, sie brauchen Orientierung. In einer Welt, die ständig in Bewegung ist, stehen Eltern vor der Herausforderung, ihren Kindern Sicherheit zu bieten, ohne ihre Neugier einzuschränken. Wollen wir ihnen Freiheit geben oder auch Struktur bieten?

 

Grenzen sind weder eine Einschränkung noch eine Strafe. Sie sind das Geländer, das wir bauen, damit unsere Kinder sicher die Rutsche des Lebens hinuntersausen können. Ein Leben ohne klare Grenzen fühlt sich für Kinder unsicher an und kann zu Stress führen. Wenn sie gegen Grenzen ankämpfen, ist das oft kein Ausdruck von Rebellion, sondern ein Hilferuf nach mehr Klarheit und Sicherheit.

 

Die Wahrheit aus der Sicht des Kindes: „Ich bin nicht böse, ich forsche nur.“

Es gibt Momente, in denen das Verhalten eines Kindes missverstanden wird. Wenn ein Kind „Nein!“ sagt, obwohl es eigentlich etwas anderes wollte, oder die gleiche Regel immer wieder testet, dann tut es das nicht, um seinen Eltern zu schaden oder sie zu ärgern. Das Kind liebt seine Eltern auch dann, wenn diese eine Grenze setzen. Was dahinter steckt, ist ein tiefes Bedürfnis nach Sicherheit und Orientierung.

 

Wenn Kinder immer wieder testen, was geht und was nicht, ist das ein Zeichen dafür, dass sie lernen, ihre eigene Selbstwirksamkeit zu entdecken und die Welt zu begreifen. Sie brauchen klare Grenzen, weil die Welt für sie oft überwältigend und unsicher wirkt. Wenn Eltern eine Grenze setzen, zeigt das dem Kind, wo es sicher spielen kann und wo es Gefahr laufen könnte. Es geht nicht darum, das Kind zu bestrafen, sondern ihm Orientierung und Halt zu geben.

 

Ein weiteres Bedürfnis der Kinder ist es, ihre eigene Autonomie zu entwickeln. Sie wollen herausfinden, wie weit sie mit ihrem Verhalten gehen können und wie weit ihre Eltern bereit sind, ihre Grenzen zu setzen. Diese Tests sind eine Art von Kommunikation, bei der das Kind herausfindet, wo die natürlichen und sozialen Grenzen liegen. Natürlich ist auch ein Stück der Suche nach der eigenen Identität darin enthalten: Kinder möchten wissen, wie ihre Eltern auf ihre Bedürfnisse reagieren und wie diese ihre eigenen Grenzen wahrnehmen und einhalten. Ein Kind, das wiederholt gegen Grenzen ankämpft, fragt nicht „Magst du mich?“ sondern eher „Kannst du mich halten? Hält unser Geländer, das du für mich baust?“

 

 

 

Grenzen setzen: Die Kunst der liebevollen Konsequenz

Grenzen setzen ist eine der größten Herausforderungen, mit denen Eltern konfrontiert sind. Es geht nicht darum, Macht auszuüben, sondern um liebevolle Führung und klare Verantwortung. Kinder fühlen sich sicher, wenn sie wissen, dass ihre Eltern für sie da sind und die Verantwortung übernehmen. Und genau das ist es, was Kinder von ihren Eltern brauchen: Führung, die ihnen Orientierung gibt, ohne ihre Freiheit und Selbstständigkeit zu sehr einzugrenzen.

 

Die Kunst liegt darin, Grenzen liebevoll und konsequent zu setzen. Ein klar formuliertes „Wir essen nicht auf dem Sofa, das ist unsere Regel“ ist viel hilfreicher und verständlicher als ein unsicheres „Ach, heute machen wir eine Ausnahme“. Kinder brauchen Regeln, die klar und nachvollziehbar sind. Ein „Nein“ muss nicht mit einem Gefühl der Ablehnung oder Bestrafung verbunden sein, sondern mit einer sicheren Grundlage für die eigene Entwicklung.

 

Wichtig ist auch, dass Eltern bei ihren Grenzen bleiben und diese nicht ständig verändern. Grenzen, die mal so und mal so gesetzt werden, machen es den Kindern schwer, zu verstehen, was erlaubt ist und was nicht. Wenn ein Kind immer wieder gegen eine Grenze ankämpft, dann sollte das Elternteil nicht nur das Verhalten betrachten, sondern auch das dahinterstehende Gefühl. Wenn ein Kind wütend wird, weil es eine Grenze nicht überschreiten darf, ist es wichtig, dieses Gefühl zu akzeptieren und dem Kind zu zeigen, dass es okay ist, wütend zu sein – aber die Grenze bleibt aus Schutzgründen bestehen.

 

Eltern sollten dem Kind auch beibringen, dass die Beziehung zwischen ihnen immer wichtiger ist als das Verhalten. Wenn ein Kind in seinem Verhalten scheitert, sollten Eltern den Fokus auf das Gefühl des Kindes richten und gleichzeitig das Verhalten respektvoll begrenzen. Ein einfaches „Ich verstehe, dass du gerade wütend bist, weil du nicht auf den Tisch klettern darfst. Aber auf dem Tisch zu klettern ist gefährlich, und das wollen wir vermeiden“ zeigt dem Kind, dass es verstanden wird, ohne dass es sich abgelehnt fühlt.

 

Abschließender Gedanke für dein Herz:

Die tiefste Form der Liebe, die Eltern ihrem Kind zeigen können, ist die Zusage, dass sie immer für das Kind da sind und die Verantwortung übernehmen, den sicheren Raum zu schaffen, den es braucht. Das Geländer mag in schwierigen Momenten wackeln, aber die Liebe und Fürsorge bleiben unerschütterlich. Die größte Liebeserklärung, die Eltern einem Kind machen können, lautet: „Ich bin deine sichere Basis, dein sicherer Hafen. Ich halte diesen Rahmen für dich, auch wenn du gerade gegen ihn ankämpfst. Und ich liebe dich bedingungslos, auch wenn du mit Wut gegen das Geländer trittst.“

 

Lasst uns diesen Raum der Sicherheit gemeinsam schaffen, der es unseren Kindern ermöglicht, in einer klaren, liebevollen und stabilen Umgebung zu wachsen.

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